Die Römer waren unglücklich über die harte Herrschaft ihres letzten Königs.
Viele Menschen fühlten sich von seiner Macht unterdrückt.
Die Bürger wollten mehr Mitbestimmung im Staat.
Nach vielen Streitigkeiten wurde der König vertrieben.
Damit begann der Weg zu einer neuen Staatsform.
Nach dem Sturz des Königs gab es keinen Alleinherrscher mehr.
Die Römer entschieden, dass die Monarchie enden sollte.
Stattdessen wollten sie gemeinsam über wichtige Fragen entscheiden.
Sie glaubten, dass geteilte Macht sicherer sei als ein Tyrann.
So entstand die Idee einer Republik.
Die Römer wählten jedes Jahr zwei Konsuln.
Diese führten gemeinsam die Regierung.
Weil sie sich absprechen mussten, konnte keiner alleine bestimmen.
Ihre Zeit im Amt war streng auf ein Jahr begrenzt.
So verhinderten sie, dass wieder ein König entstand.
Der Senat bestand aus erfahrenen Männern.
Er gab den Konsuln wichtige Ratschläge.
Viele Senatsmitglieder waren frühere Magistrate.
Der Senat entschied über Krieg, Frieden und Finanzen.
Damit wurde er zu einem der mächtigsten Gremien Roms.
In der Republik gab es viele Ämter mit klaren Aufgaben.
Zum Beispiel kümmerten sich Prätoren um Gerichte und Recht.
Andere Magistrate organisierten Feste und Bauten für die Stadt.
Alle Ämter waren auf kurze Zeit begrenzt, um Machtmissbrauch zu verhindern.
So entstand ein System mit vielen Kontrollen.
Am Anfang hatten vor allem die reichen Patrizier etwas zu sagen.
Nur sie durften wichtige Ämter ausüben.
Die einfachen Bürger, die Plebejer, fühlten sich ungerecht behandelt.
Viele politische Entscheidungen wurden ohne sie getroffen.
Das führte bald zu grossem Unmut.
Die Plebejer wollten mehr Rechte und Schutz.
Sie zogen sogar einmal geschlossen aus der Stadt – eine grosse Protestaktion.
Ohne sie konnten die Patrizier den Staat nicht führen.
Die Plebejer erreichten eigene Vertreter, die Volkstribunen genannt wurden.
Diese sollten ihre Interessen schützen.
Die Volkstribunen hatten das Recht, Gesetze zu blockieren, wenn sie unfair waren.
Kein Beamter durfte sie bei ihrer Arbeit angreifen.
So wurden die Plebejer vor ungerechten Entscheidungen geschützt.
Viele Römer sahen darin einen wichtigen Schritt zu mehr Gerechtigkeit.
Die Republik wurde dadurch politisch ausgeglichener.
Um Streit zu vermeiden, wurden Gesetze auf Tafeln aus Metall geschrieben.
Diese nannte man die Zwölf Tafeln.
Alle Bürger konnten dort nachlesen, was erlaubt war und was verboten.
Das machte das Rechtssystem für alle sichtbar.
So entstand mehr Vertrauen in die römische Gerechtigkeit.
Durch klare Regeln und geteilte Macht wurde Rom immer stärker.
Die Bürger fühlten sich an der Politik beteiligt.
Die Republik überstand viele Krisen und wuchs weiter.
Nach und nach wurde Rom zu einer grossen Macht im Mittelmeer.
Der Beginn der Republik legte den Grundstein für ein riesiges Reich.
Harte Herrschaft
Republik-Idee
Zwei Konsuln
Konsuln beraten
Patrizier
Sichtbare Gesetze