Ca. 1325 – 1521 n. Chr.
Die Azteken schufen in sehr kurzer Zeit ein hochorganisiertes, militärisch dominiertes Imperium mit:
einer Millionenmetropole
komplexer Verwaltung
klarer Sozialordnung
intensiver religiöser Praxis
Ihre Hauptstadt Tenochtitlán gehörte zu den grössten Städten der damaligen Welt.
Die aztekische Gesellschaft war streng hierarchisch:
Herrscher (Tlatoani)
Adel und Priester
Krieger
Handwerker und Bauern
Sklaven
Denken und Alltag waren stark von Religion geprägt.
Das Weltbild war existentiell: Die Welt konnte jederzeit untergehen, wenn die Götter nicht besänftigt wurden.
Die Azteken herrschten über ein Tributreich:
unterworfene Völker zahlten Abgaben
militärische Stärke war zentral
Politische Macht beruhte auf:
Kriegsführung
Bündnissen
religiöser Legitimation
Landwirtschaft auf Chinampas (schwimmende Gärten)
Märkte mit Tausenden von Händlern
Kakao als Zahlungsmittel
Der Alltag war streng geregelt, Bildung für Knaben Pflicht.
Vielgötterglaube
zentrale Rolle des Sonnengottes Huitzilopochtli
Menschenopfer als kosmische Notwendigkeit
Religion rechtfertigte Krieg und Expansion.
Bilderschrift
Kalender
Medizinisches Wissen
Schrift diente eher Verwaltung und Ritual als Philosophie.
spanische Eroberung unter Hernán Cortés
Bündnisse der Spanier mit unterworfenen Völkern
Krankheiten (v. a. Pocken)
Der Untergang war rasch und brutal.
eindrückliches Beispiel urbaner Hochkultur Amerikas
Mahnung zur Verbindung von Religion, Macht und Gewalt
Die Azteken stehen:
am Höhepunkt mesoamerikanischer Staatlichkeit
als Gegenpol zu europäischer Expansion