seit 2014 (grossflächige Invasion seit 2022)
Russland annektierte 2014 die Krim und weitete den Konflikt 2022 zu einem offenen Angriffskrieg aus. Ursachen sind geopolitische Machtansprüche, NATO-Osterweiterung und russischer Imperialismus.
Die Ukraine leistet mit westlicher Unterstützung Widerstand.
Geopolitische Folgen: Neue Blockbildung, massive Aufrüstung Europas, Energiekrise, Schwächung internationaler Sicherheitsordnungen.
seit 1948 (regelmässige Eskalationen, zuletzt ab 2023)
Ein Konflikt zwischen dem Staat Israel und palästinensischen Organisationen um Land, Staatlichkeit und Sicherheit.
Keine endgültige Lösung in Sicht.
Geopolitische Folgen: Dauerhafte Instabilität im Nahen Osten, internationale Spannungen, Polarisierung der Weltpolitik.
2001–2021
Nach den Terroranschlägen vom 11. September griffen die USA und Verbündete Afghanistan an, um Al-Qaida und die Taliban zu bekämpfen.
Die Taliban übernahmen 2021 wieder die Macht.
Geopolitische Folgen: Zweifel an westlichen Interventionen, Machtverschiebung in Zentralasien, humanitäre Krise.
2003–2011
Die USA und Verbündete stürzten das Regime von Saddam Hussein unter dem Vorwand von Massenvernichtungswaffen.
Der Krieg destabilisiert die Region bis heute.
Geopolitische Folgen: Entstehung extremistischer Gruppen, Destabilisierung des Nahen Ostens, Vertrauensverlust in westliche Politik.
1991–2001
Nach dem Zerfall Jugoslawiens kam es zu ethnischen und nationalistischen Kriegen.
Neue Staaten entstanden.
Geopolitische Folgen: Neuordnung des Balkans, internationale Militärinterventionen, Völkerrechtsdebatten.
1990–1991
Irak besetzte Kuwait, wurde aber von einer internationalen Koalition zurückgedrängt.
Kuwait wurde befreit.
Geopolitische Folgen: Dauerhafte US-Militärpräsenz im Nahen Osten, Vorstufe weiterer Konflikte.
1955–1975
Ein Stellvertreterkrieg zwischen kommunistischem Norden und prowestlichem Süden.
Nordvietnam siegte.
Geopolitische Folgen: Vereinigung Vietnams, Trauma in den USA, Ende direkter US-Grossinterventionen.
1950–1953
Nord- und Südkorea kämpften mit Unterstützung rivalisierender Grossmächte.
Der Krieg endete mit einem Waffenstillstand.
Geopolitische Folgen: Teilung Koreas bis heute, dauerhafte Spannungen in Ostasien.
1947–1991
Ein ideologischer Konflikt zwischen USA und Sowjetunion, ohne direkten Grosskrieg.
Der Kalte Krieg endete mit dem Zusammenbruch der UdSSR.
Geopolitische Folgen: Ende der bipolaren Weltordnung, Dominanz der USA, neue regionale Konflikte.
1946–1975
Koloniale und ideologische Konflikte führten zur Unabhängigkeit mehrerer Staaten.
Geopolitische Folgen: Entstehung neuer Nationalstaaten, langfristige Instabilität.
seit ca. 1960
Viele Konflikte entstanden nach der Unabhängigkeit ehemaliger Kolonien.
Geopolitische Folgen: Fragile Staaten, humanitäre Krisen, internationale Interventionen.
1939–1945
Der Zweite Weltkrieg wurde hauptsächlich zwischen den Achsenmächten (Deutschland, Italien, Japan) und den Alliierten (u. a. Grossbritannien, USA, Sowjetunion) geführt. Ursachen waren der Versailler Vertrag, Nationalismus, Faschismus, Expansionismus und wirtschaftliche Krisen.
Der Krieg endete mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und Japans.
Geopolitische Folgen: Gründung der UNO, Beginn des Kalten Krieges, Teilung Europas, Dekolonisation, dauerhafte Veränderung der Weltordnung.
1927–1949 (mit Unterbrüchen)
Nationalisten und Kommunisten kämpften um die Kontrolle über China.
Die Kommunisten unter Mao Zedong siegten.
Geopolitische Folgen: Gründung der Volksrepublik China, Flucht der Nationalisten nach Taiwan, bis heute ungelöster Taiwan-Konflikt.
1936–1939
Ein ideologischer Krieg zwischen Republikanern und Nationalisten unter Franco.
Die Nationalisten siegten.
Geopolitische Folgen: Errichtung einer faschistischen Diktatur, militärisches Testfeld für den Zweiten Weltkrieg.
1914–1918
Ein Bündnissystem, Nationalismus, Imperialismus und das Attentat von Sarajevo führten zum ersten industriellen Massenkrieg.
Die Mittelmächte unterlagen den Alliierten.
Geopolitische Folgen: Zusammenbruch mehrerer Imperien, Versailler Vertrag, politische Instabilität → Voraussetzung für den Zweiten Weltkrieg.
1799–1815
Frankreich unter Napoleon Bonaparte versuchte, Europa politisch und militärisch zu dominieren.
Napoleon wurde besiegt und verbannt.
Geopolitische Folgen: Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress, Förderung nationalistischer Bewegungen.
1861–1865
Nord- und Südstaaten kämpften um die Abschaffung der Sklaverei und die Einheit des Landes.
Der Norden siegte.
Geopolitische Folgen: Ende der Sklaverei in den USA, Stärkung des Bundesstaates.
1853–1856
Russland kämpfte gegen ein Bündnis aus Osmanischem Reich, Grossbritannien und Frankreich.
Russland unterlag.
Geopolitische Folgen: Schwächung Russlands, Reformdruck im Zarenreich.
1870–1871
Frankreich und Preussen kämpften um die Vorherrschaft in Mitteleuropa.
Preussen siegte.
Geopolitische Folgen: Gründung des Deutschen Kaiserreichs, langfristige Rivalität mit Frankreich.
ca. 1800–1900
Europäische Mächte unterwarfen grosse Teile Afrikas und Asiens.
Indigene Gesellschaften wurden militärisch besiegt.
Geopolitische Folgen: Künstliche Grenzziehungen, langfristige Konflikte, wirtschaftliche Ausbeutung.
1775–1783
Die dreizehn britischen Kolonien in Nordamerika erhoben sich gegen die britische Krone. Ursachen waren hohe Steuern, fehlende politische Mitbestimmung und aufklärerische Ideen. Unterstützt wurden die Kolonien unter anderem von Frankreich.
Die Kolonisten siegten und gründeten die Vereinigten Staaten von Amerika.
Geopolitische Folgen: Entstehung eines neuen Staates, Vorbild für spätere demokratische Bewegungen, Schwächung Grossbritanniens und Frankreichs.
1756–1763
Ein globaler Krieg zwischen europäischen Grossmächten, insbesondere Preussen, Österreich, Frankreich und Grossbritannien. Er wurde in Europa, Amerika und Asien ausgetragen.
Grossbritannien und Preussen gingen als Sieger hervor.
Geopolitische Folgen: Beginn der britischen Weltmachtstellung, Verschärfung der finanziellen Krise Frankreichs → indirekter Auslöser der Französischen Revolution.
1618–1648
Ursprünglich ein Religionskonflikt zwischen Katholiken und Protestanten im Heiligen Römischen Reich, entwickelte sich der Krieg zu einem Machtkampf europäischer Grossmächte.
Der Krieg endete mit dem Westfälischen Frieden.
Geopolitische Folgen: Anerkennung staatlicher Souveränität, Ende der Religionskriege in Europa, massive Bevölkerungsverluste in Mitteleuropa.
1642–1651
Der Konflikt zwischen König und Parlament drehte sich um Machtverteilung und politische Rechte.
Die königlichen Truppen wurden besiegt, König Charles I. hingerichtet.
Geopolitische Folgen: Stärkung parlamentarischer Macht, langfristige Grundlage moderner Demokratie in Grossbritannien.
ca. 1519–1533
Spanische Konquistadoren wie Hernán Cortés und Francisco Pizarro eroberten die Reiche der Azteken und Inka. Ursachen waren Goldgier, Missionierung und Machtstreben.
Die indigenen Reiche wurden zerstört.
Geopolitische Folgen: Beginn europäischer Kolonialherrschaft in Amerika, massive Bevölkerungsverluste durch Gewalt und Krankheiten.
1494–1559
Mehrere europäische Grossmächte kämpften um die Vorherrschaft in Italien.
Spanien setzte sich letztlich durch.
Geopolitische Folgen: Ende der italienischen Unabhängigkeit, Aufstieg Spaniens zur europäischen Grossmacht.
15.–17. Jahrhundert
Das Osmanische Reich kämpfte gegen verschiedene europäische Mächte um Territorien in Europa und im Mittelmeer.
Der osmanische Vormarsch kam schrittweise zum Stillstand.
Geopolitische Folgen: Stabilisierung der europäischen Machtbalance, langfristige Grenzziehungen auf dem Balkan.
ca. 1299–1453
Das Osmanische Reich dehnte sich ausgehend von Anatolien systematisch auf Kosten des Byzantinischen Reiches und südosteuropäischer Fürstentümer aus. Ursache war eine Kombination aus religiöser Legitimation, militärischer Innovation und Machtstreben.
Mit der Eroberung Konstantinopels 1453 endete das Byzantinische Reich.
Geopolitische Folgen: Ende des Oströmischen Reiches, Machtverschiebung zugunsten der Osmanen, Handelswege nach Asien wurden erschwert → indirekter Anstoss für europäische Entdeckungsfahrten.
1337–1453
England und Frankreich kämpften um Thronansprüche und territoriale Vorherrschaft. Der Krieg bestand aus mehreren Phasen mit langen Unterbrechungen. Neue Waffen wie der Langbogen veränderten die Kriegsführung.
Frankreich ging letztlich als Sieger hervor.
Geopolitische Folgen: Stärkung des französischen Nationalbewusstseins, Niedergang des englischen Einflusses auf dem Kontinent, Übergang vom Feudalheer zu stehenden Heeren.
ca. 722–1492
Christliche Reiche versuchten über Jahrhunderte, muslimisch beherrschte Gebiete zurückzuerobern. Der Prozess endete mit der Einnahme Granadas 1492.
Die muslimische Herrschaft wurde vollständig beendet.
Geopolitische Folgen: Entstehung des spanischen Nationalstaates, religiöse Homogenisierung, Beginn spanischer Weltmachtambitionen.
ca. 1206–1368
Unter Dschingis Khan und seinen Nachfolgern eroberten die Mongolen riesige Gebiete von China bis Osteuropa. Ursachen waren Stammesvereinigung, militärische Überlegenheit und Ressourcenbedarf.
Die Mongolen errichteten das grösste zusammenhängende Landreich der Geschichte.
Geopolitische Folgen: Zerstörung alter Reiche, Intensivierung von Handelswegen (Seidenstrasse), kultureller Austausch, aber auch massive Bevölkerungsverluste.
1095–1291
Christliche Heere aus Europa zogen in den Nahen Osten, um Jerusalem und andere heilige Stätten zu erobern. Motive waren religiöser Eifer, Machtinteressen und wirtschaftliche Chancen.
Die Kreuzzüge scheiterten langfristig militärisch.
Geopolitische Folgen: Dauerhafte Spannungen zwischen christlicher und islamischer Welt, Stärkung des Handels, Schwächung des Byzantinischen Reiches.
11. Jahrhundert
Die Normannen, ursprünglich Wikinger-Nachfahren, eroberten England (1066) und Teile Süditaliens.
Sie setzten sich militärisch durch und etablierten neue Herrschaftsstrukturen.
Geopolitische Folgen: Entstehung einer neuen englischen Elite, langfristige Rivalität zwischen England und Frankreich.
ca. 793–1066
Wikinger aus Skandinavien führten Raubzüge, Eroberungen und Handelsfahrten durch. Ursachen waren Bevölkerungsdruck, technologische Überlegenheit im Schiffbau und Machtstreben.
Die Wikinger siedelten sich dauerhaft in vielen Regionen an.
Geopolitische Folgen: Kulturelle Durchmischung, Entstehung neuer Reiche (z. B. Normandie), Veränderung europäischer Machtstrukturen.
ca. 632–750
Nach dem Tod Mohammeds breiteten sich islamische Reiche rasch aus. Sie besiegten das Byzantinische und das Sassanidenreich in grossen Teilen.
Der Islam etablierte sich als neue Weltreligion und politische Ordnung.
Geopolitische Folgen: Entstehung eines zusammenhängenden islamischen Kulturraums, nachhaltige Umgestaltung der Machtverhältnisse im Mittelmeerraum.
ca. 486–814
Unter Herrschern wie Karl dem Grossen erweiterten die Franken ihr Reich durch zahlreiche Feldzüge. Ziel war Machtsicherung und Christianisierung.
Das Frankenreich wurde zur dominierenden Macht Westeuropas.
Geopolitische Folgen: Grundlage für spätere Staaten wie Frankreich und Deutschland, enge Verbindung von Kirche und Staat.
ca. 375–568
Verschiedene Bevölkerungsgruppen bewegten sich durch Europa, oft ausgelöst durch Druck aus dem Osten. Dies führte zu Konflikten mit bestehenden Reichen.
Das Weströmische Reich zerfiel endgültig.
Geopolitische Folgen: Neuordnung Europas, Entstehung germanischer Reiche, Ende antiker Strukturen.
ca. 200 v. Chr. – 476 n. Chr.
Die Römer führten über Jahrhunderte zahlreiche Kriege gegen germanische Stämme wie die Goten, Vandalen, Franken oder Alamannen. Ziel war zunächst Expansion und Grenzsicherung des Römischen Reiches, später zunehmend Verteidigung gegen Wanderungsbewegungen. Die Germanen wiederum suchten Siedlungsraum, Beute oder Aufnahme ins Reich.
Der endgültige Ausgang war der Zusammenbruch des Weströmischen Reiches 476 n. Chr..
Geopolitische Folgen: Ende der Antike in Westeuropa, Beginn des Mittelalters, Entstehung neuer Reiche auf römischem Boden.
ca. 92 v. Chr. – 628 n. Chr.
Diese langen Konflikte fanden zwischen dem Römischen (später Oströmischen) Reich und dem Parther- bzw. Sassanidenreich statt. Beide Grossmächte kämpften um die Vorherrschaft im Nahen Osten, insbesondere um Mesopotamien.
Keiner Seite gelang ein dauerhafter Sieg; beide Reiche wurden wirtschaftlich und militärisch stark geschwächt.
Geopolitische Folgen: Machtvakuum, das im 7. Jahrhundert die rasche Expansion des Islams begünstigte.
264–146 v. Chr.
Die drei Punischen Kriege wurden zwischen der aufstrebenden römischen Republik und der Seemacht Karthago geführt. Ursachen waren wirtschaftliche Rivalität, Handelsinteressen und Machtansprüche im Mittelmeerraum.
Nach dem dritten Krieg wurde Karthago vollständig zerstört.
Geopolitische Folgen: Rom wurde zur unangefochtenen Grossmacht im westlichen Mittelmeer und legte den Grundstein für sein Imperium.
431–404 v. Chr.
Dieser Krieg stellte Athen und sein Seebündnis gegen Sparta und dessen Verbündete. Ursache war der Machtkampf um die Vorherrschaft in der griechischen Welt.
Sparta gewann, Athen verlor seine Vormachtstellung.
Geopolitische Folgen: Schwächung der griechischen Stadtstaaten, was später die Eroberungen Alexanders des Grossen ermöglichte.
499–449 v. Chr.
Das Perserreich versuchte, die griechischen Stadtstaaten zu unterwerfen. Athen und Sparta führten den Widerstand an.
Die Griechen konnten ihre Unabhängigkeit bewahren.
Geopolitische Folgen: Stärkung des griechischen Selbstbewusstseins, Aufstieg Athens zur kulturellen und politischen Macht.
ca. 1400–600 v. Chr.
Das Assyrische Reich betrieb systematische Expansion durch hochorganisierte Kriegsführung und gezielte Abschreckung. Gegner waren zahlreiche Nachbarvölker im Nahen Osten.
Das Reich zerfiel schliesslich durch innere Konflikte und äussere Angriffe.
Geopolitische Folgen: Machtverschiebung zugunsten der Babylonier und Meder.
ca. 1550–1070 v. Chr.
Pharaonen wie Thutmosis III. führten Eroberungskriege zur Sicherung von Handelswegen und Machtprojektion.
Ägypten erreichte seine grösste territoriale Ausdehnung.
Geopolitische Folgen: Ägypten wurde zur führenden Grossmacht des östlichen Mittelmeerraums.
ca. 1300–1250 v. Chr.
Beide Reiche kämpften um die Kontrolle über Syrien. Die berühmteste Auseinandersetzung war die Schlacht von Kadesch.
Der Krieg endete mit einem Friedensvertrag, einem der ältesten bekannten der Geschichte.
Geopolitische Folgen: Machtbalance statt totaler Dominanz, frühes Beispiel diplomatischer Konfliktlösung.
ab ca. 10'000 v. Chr.
Archäologische Funde (Massengräber, Waffenverletzungen) zeigen, dass bereits Jäger-und-Sammler-Gruppen gewaltsame Konflikte austrugen. Ursachen waren vermutlich Ressourcenknappheit, Territorium und soziale Spannungen.
Es gab keine „Sieger“ im modernen Sinn, sondern fortlaufende Gewaltspiralen.
Geopolitische Folgen: Entstehung von Verteidigungsstrukturen, frühe Machtordnungen und später organisierte Kriegsführung.